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Heute ist der 02. Oktober und für uns ist es höchste Zeit endlich Richtung Süden zu starten. Wir sind schon viel zu spät dran und haben nur noch 10 Tage für die Strecke von Harvey Bay nach Sydney. Deshalb geht’s ohne Zwischenstop direkt an die Grenze zu New South Wales (später nur noch NSW genannt) in die Nationalparke Springbrook und Lamington.

Direkt an der Strecke liegen die Glass House Mountains, die unvermittelt aus der flachen Küstenebene ragen. Die Felskegel und -säulen aus Trachyt (ein Eruptivgestein) sind Überbleibsel erloschener Vulkane, die den Kräften der Erosion widerstanden. Captain Cook gab den zwischen 200 und 556 m hohen Felsformationen ihren Namen, weil ihr Aussehen ihn an die Glasschmelzen seiner Heimat Yorkshire erinnerte. Vier der zehn Vulkangipfel wurden zu Nationalparks erklärt, die restlichen sind leider der Forstwirtschaft (Fichtenmonokulturen) zum Opfer gefallen. Weil der vulkanische Boden sehr fruchtbar ist, sind die Ebenen zwischen den Vulkanen von Obstanbau, vor allem tropischer Früchte wie Ananas, geprägt.

Die Anfahrt vom Highway und der total zersiedelten Weidelandschaft in Küstennähe zu den Springbrook Mountains erweist sich als sehr interessant. Erst als uns die sehr enge Straße die steilen Berge emporhebt, sieht man wieder geschlossene Waldflächen. Die beiden Nationalparke Springbrook und Lamington befinden sich direkt an der Grenze zu NSW und schützen eigentlich nur Bergspitzen und deren steilen Hänge- kurz gesagt: all das, was für Vieh- oder Forstwirtschaft sowieso nicht attraktiv wäre. Dies ist wahrscheinlich auch der einzige Grund, weshalb es diese Regenwaldflecken noch gibt. Ein Blick vom ‘Best of All’-Lookout im Springbrook Nationalpark auf Mount Warning (1157 m hoch und Überbleibsel eines vor 20 Mio. Jahren aktiven Vulkans) und den Border Ranges Nationalpark in NSW, zeigt diesen Raubbau deutlich. Überall sind Fichtenmonokulturen, Weiden und Dörfer zu sehen. Nur an den steilen, felsigen Hängen und auf den Kuppen konnte üppiger, subtropischer Regenwald überleben. 

Eine der Attraktionen des Springbrook Nationalparks sind die Purling Brook Falls, die über eine Felskante in eine tiefe, von üppigem Wald bedeckte Schlucht stürzen.

 

 

Eine wirklich atemberaubende Sehenswürdigkeit ist die Natural Bridge. Dort fällt ein Wasserfall durch ein Loch in der Höhlendecke in den Cave Creek.

Am nächsten Tag fahren wir in den Lamington Nationalpark, der wiederum nur über schmale und sehr steile Straßen erreichbar ist. Auch hier ist das Bild dasselbe: Der Talboden ist ausnahmslos abgeholzt und für Weidewirtschaft und Weinanbau nutzbar gemacht. Um in den Regenwald zu gelangen müssen wir auch hier die Berge erklimmen. Der Lamington Nationalpark besteht aus zwei Teilen: der Binna Burra Section und der Green Mountains Section. Wir fahren zuerst nach Binna Burra, erfahren dort aber, das es dort keinen Campingplatz gibt (außer in einer überteuerten Lodge). In der Green Mountains Section gibt es einen, der muß jedoch vorgebucht werden - entweder online oder per Telefon. Na klasse, das ist genau das, was wir an Queensland hassen. Die meisten Nationalpark Camps müssen vorreserviert werden, nur weiß man nie welche! Der im Springbrook NP übrigens nicht- das soll noch einer kapieren!  Aber, wir haben Glück. Wir fahren gerade durch ein Dorf und haben, hurrah hurrah, Handyempfang. Wir rufen beim Government an (ja, muß auf dem Government -sowas wie dem Landratsamt- reserviert werden) und versuchen zu reserviern. ‘Ja’, sagt die Dame, ‘heute Nacht ist o.k. aber morgen ist schon voll’. Na toll, wir wollten eigentlich wenigstens 2 Tage bleiben. Aber eine Nacht ist besser als keine und so komplettieren wir die Reservierungs-Prozedur. Nach 10 Minuten sind wir 20 AUS-Dollar ärmer: 10,-- für das Telefonat und 10,-- für die Übernachtung. Und da soll noch einer sagen, die Telekom oder Vodafone sind Halsabschneider. Die wahren Halsabschneider heißen Telstra und sitzen in Australien!

Wie dem auch sei, wir kommen schließlich auf dem Campingplatz an und sind positiv begeistert. Es gibt sogar eine heiße Dusche! In der Green Mountains Section des Lamington Nationalparks dominiert das O’Reilly’s Guesthouse und Lodge sämtliche Touristenaktivitäten. Wir sind zuerst geschockt über die Vertouristisierung dieses Platzes. Kiosk, Restaurant, Souveniershops: alles da. Aber ein Gutes hat das Ganze: Es sind Unmengen von Papageien da, vor allem Pennantsittiche und Köngssittiche. Jeder, also auch Du und ich, kann Futter kaufen und die bunten Vögel anlocken. Und das funktioniert, ich kann Euch sagen. Hier ein paar Eindrücke. Von links nach rechts: Pennantsittich, ich und Königssittich und zweimal Königssittich.

 

 

 

 

Auch auf dem Camp ist einiges los: Der Seidenlaubenvogel hat seine Laube hier erbaut. Keine Mühe scheuend sammelt er überall blaue Plastikteile (Flaschendeckel, Trinkhalme, Plastikbänder, etc.), um seine Laube zu verschönern. Ein Weibchen haben wir jedoch keines gesehen.... Dann sind noch einige, bunte Nektarvögel an den blühenden Sträuchern der Lodge unterwegs.

 

 

Besonders niedliche Einwohner des Campingplatzes sind Padamelons. Das sind ungefähr hasengroße, känguruhartige Beuteltiere, die zwischen den einzelnen Campingplätzen grasen. Eines hat sogar ein Joey dabei. Hier zwei niedliche Bilder.

 

 

Während Steffen Tiere fotografiert, streune ich durch den subtropischen Regenwald, der deutlich trockener ist als der tropische in Queensland. Er ist nicht so dicht, dafür sind aber einige eindrucksvolle Urwaldriesen und viele Lianen zu bewundern.

 

 

Am nächsten Morgen, mache ich mich auf, zu den Elabana Falls zu wandern (Steffen kümmert sich um die Vögel). Der Treck sollte ungefähr 12 km lang sein (hin und zurück). Das ist eigentlich nicht so weit, nur: da wir uns auf der Bergkuppe befinden, muß man leider zu allen Wasserfällen hinunter laufen. Hinunter laufen ist nicht so wild, aber leider muß man alles, was man runter geht auch wieder hoch, richtig? Das ist dann leider das kleine Problem an der Sache .... Die Elabana Falls haben jedoch ganz gut Wasser und sind wirklich sehr schön. Hier ein Eindruck von unterwegs und den Falls selbst:

 

 

Als ich zurück komme, ist es schon nach zwölf mittags und wir müssen zusammen packen. Rein interessehalber schaue ich aber nochmals bei der Visitor Information rein und sehe: das ‘Campground Full’-Schild ist nicht mehr da! Es sollte doch alles augebucht sein! Also, fragen wir kurzerhand, ob noch ein Platz frei wäre. Wir haben nämlich gesehen, daß letzte Nacht nicht alle Plätze belegt waren (obwohl das ‘Campground Full’-Schild da war) ... Und tatsächlich: ‘Natürlich könnt Ihr noch bleiben. Der Platz ist nur halb voll!’. Wir sagen, daß die Dame am Telefon aber anderes erzählt hat. ‘Dieses blöde Buchungssystem funktioniert doch hinten und vorne nicht. Das müßte dringend mal überarbeitet werden. Ihr könnt auf jeden Fall bleiben, es sind genügend Plätze frei’. Na, wir freuen uns natürlich riesig, daß wir noch bleiben können. Aber: wir sind eben Deutsch und können nicht anders, als uns über die Ausis und ihre nicht funktionierende Bürokratie aufzuregen. Wir können uns vorstellen, daß das Ganze so läuft: Der Lamington NP ist gut besucht, und es sind gerade Schulferien. Leute reservieren nun wahrscheinlich monatelang im voraus ihren Campingplatz und müssen diesen auch bezahlen. Da die Übernachtung aber nur 10,-- AUS-Dollar für zwei Leute pro Nacht kostet, kommen manche Leute halt einfach nicht. Pläne ändern sich eben. Das kann das System natürlich nicht wissen: für den Computer ist das Camp immernoch gebucht und für niemand anderes verfügbar. Das zeigt wieder einmal, daß ‘First Come-First Serve’ einfach besser ist. Auf jeden Fall verbringen wir noch eine angenehme Nacht auf dem Campingplatz mit warmer Dusche und fahren am nächsten Tag weiter gen Süden.

Mittlerweile haben wir die Grenze nach NSW überschritten und sind auf dem Weg in die Berge auf das New England Tableland. Wir besuchen die Ebor Falls, die sich am Rande des Guy Fawkes River NP befinden. Die Falls bestehen aus einem oberen und einem unteren Fall, der in eine weite, mit Eukalyptuswald bestandene Schlucht fällt. Vom Rand der Schlucht hat man einen schönen Blick über die ausgedehnten Waldflächen des Nationalparks.

 

 

Weiter gehts zu dem Wollomombi Falls, die sich am Rande des Oxley Wild Rivers NP befinden. Die spektakulären Wollomombi Falls fallen in tosenden Kaskaden über eine Felswand in eine Schlucht von atemberaubender Schönheit. Überwältigende Blicke auf die 260 m hohen Wasserfälle, die zu den schönsten ganz Australiens gehören, bieten sich von diversen Aussichtsplattformen.

Als nächstes steuern wir wieder subtropischen Regenwald an, uns zwar im Dorrigo Nationalpark. Durch Weidelandschaft -wir kommen uns vor wie im Allgäu- fahren wir zum Städtchen Dorrigo. Doch wo ist hier nun der Regenwald? Kein Baum zu sehen. Also weiter zum Visitor-Center. Auch hier kein Wald. Wo ist denn nun das Restchen übriggebliebenen Regenwaldes? Wir gehen ins Visitorcenter und sehen, daß hinter dem mächtigen Gebäude Wald zu sehen ist. Und tatsächlich: das direkt an den Rand der Schlucht gebaute Visitor-Center gibt Zugang zum Dorrigo Nationalpark. Auch hier sind nur dort, wo es steil und felsig ist, noch Bäume stehen geblieben. Dafür gibt es hier einen Art Boardwalk, der quasi auf Höhe der Bäume über die Schlucht führt, und somit einen atemberaubenden Blick auf den Nationalpark und die Küste bietet (1. Bild). Der Blick auf einen besonders schönen Wasserfall hinter dem man durchgehen kann, muß auf einer anstrengenden Wanderung (wo’s runter geht, geht’s auch wieder rauf) erkämpft werden.

 

 

Wir haben noch 2 Tage Zeit, bis wir in Sydney sein müssen und beschließen diese Zeit mit der Suche nach Koalas zu verbringen. Wir sind jetzt schon 7 Monate in Australien und haben noch keinen Koala gesehen, das muß sich doch ändern lassen. Der Myall Lakes NP soll ein guter Platz zur Beobachtung von Koalas sein- also nichts wie hin. Wir verleben 2 schöne Tage am See (siehe Bilder), sehen aber leider keinen einzigen Koala. Obwohl wir fast jede Minute mit der Suche verbringen (auch an Plätzen, wo sie wirklich gut zu sehen sein sollen): ZERO!  NICHTS, NIENTE, NADA, NOTHING! Müssen wir am Ende doch noch in den Zoo um welche zu sehen bzw. fotografieren?

 

 

Heute ist der 11. Oktober und wir nähern uns langsam Sydney. Wir sind sehr nervös, denn große Städte versetzen uns in Angst und Schrecken. Auf dem Showground in St.Ives verbringen wir die Nacht und packen für die Reise nach Sumatra. Am Nachmittag werden wir zu Elaine und Chris fahren, um dort unseren Landy abzustellen. Elaine und Chris haben wir im Northern Territory in der Katherine Gorge getroffen und dann nochmals in den Bungle Bungles. Chris ist Tierfilmer und hat schon für BBC und Discovery Channel gearbeitet- kein Schlechter also. Elaine macht auch Filme, allerdings für Arte (sie ist Französin). Die beiden sind wirklich sehr nett und haben uns spontan angeboten, daß wir unseren Landy bei ihnen vor dem Haus abstellen können. Das ist wirklich klasse: so wissen wir unseren Landy in guter Verwahrung, während wir uns um die Orangs in Sumatra kümmern. Die beiden empfangen uns enthusiastisch und wir freuen uns, uns wiederzusehen. Auch sie sind ein halbes Jahr durch Australien gereist, sind allerdings froh, wieder in mehr Komfort zu leben. Sie erzählen uns, daß sie in Cape York (da waren wir nicht) einen fast fellosen, total abgemagerten und sehr kranken Hund gefunden haben. Sie vermuten, daß er ausgesetzt wurde und brachten es einfach nicht über’s Herz in zurückzulassen. So haben sie Seisa -sie haben den Hund nach dem Ort, an dem sie in gefunden haben getauft- mit nach Sydney gebracht. Einige Besuche beim Tierarzt und medikamentöse Behandlung haben es geschafft, daß Seisa heute klasse aussieht. Sie hat total glänzendes schwarzes Fell und ist ein sehr lieber, freundlicher Hund. Elaine und Chris lieben sie sehr, das sieht man den beiden an, und auch wir mögen sie sofort.

Chris und Elaine hatten gedacht, daß wir einen Tag früher kommen.  Als wir die Betten sehen, die sie für uns zurecht gemacht haben, freuen wir uns schon auf unsere Rückkehr. Es ist doch schön, mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen... Aber wieder zur Gegenwart: die beiden füttern uns mit einem hervorragenden Mittagessen und wir verbringen noch ein paar nette Stunden mit den beiden. Dann wird es Zeit zum Flughafen zu fahren. Chris ist so nett uns zu fahren (was uns viel Organisation erspart) und schon sind wir am Check-In von Malaysian Airlines.

Hier geht’s zu unseren Erlebnissen in Sumatra>>>

Etwas nervös steigen wir aus dem Flieger, denn wir sind nicht sicher, ob unser Gepäck auch da ist. in Medan waren wir viel zu früh beim Einchecken: die haben gerade nach Penjang eingecheckt. Ob die geschnallt haben, daß unser Rucksack nach Kuala Lumpur muß? Aber es stellt sich heraus, daß alle Sorge umsonst war. Der Rucksack kommt zwar spät, aber er kommt. Auch noch unversehrt, klasse. Und nochmal klasse: Chris wartet schon auf uns, so daß wir noch Taxigeld sparen. Es ist jetzt 9.00 Uhr am Morgen und wir haben kein Auge zugetan. Wir sind ziemlich müde aber sehr froh, wieder in Sydney zu sein. Alles ist hier einfach ‘zivilisierter’. Alleine schon der Verkehr- alles fährt in geregelten Fahrspuren, keiner kreuzt chaotisch rechts und links, die Ampelsignale werden respektiert. Obwohl wir in Sumatra nicht selbst gefahren sind, war selbst das Beifahren sehr anstrengend. Man kann einfach nicht aufhören zu denken, was alles passieren hätte können ...

Zur Rückkehr haben Chris und Elaine eine Art Schweinebraten zubereitet (Chris hat gedacht, Deutsche essen gerne Schwein...). Er schmeckt zwar ‘anders’, aber sehr gut und wir leben uns bei den beiden ein. Wir erfahren, daß Elaine in einigen Tagen nach Indien reist, um ein Filmprojekt zu recherchieren und daß sich die Bankenkrise noch verstärkt hat. Das ist das einzig gute daran, wenn man wenig Geld hat: man braucht sich keine Sorgen machen, daß es plötzlich weg ist oder sich den Kopf darüber zerbrechen, wie man das Verbliebene nun investieren soll. Für uns hat es einige gute Auswirkungen: der AUS-Dollar ist sehr niedrig (ca. 0,54 EURO-Cent) und der Spritpreis ist ebenfalls runter gegangen. Chris und Elaine laden uns ein, noch ein paar Tage bei ihnen zu bleiben, was wir auch gerne annehmen. Beim Checken unserer E-Mails stellen wir fest, daß immernoch kein Angebot von der Verschiffungsfirma da ist. Das ist wieder typisch Aussie, einfach nicht zuverlässig. Steffen ruft an und hört das Übliche: ‘Alles klar, Mate; No Worries, Mate; wir haben noch genügend Zeit, Mate!’. Das bringt uns aber nichts: wir wollen endlich wissen, was das Ganze kosten soll! Er verspricht, die E-Mail demnächst zu schicken. Man darf gespannt sein...

Nach 2 Tagen bei Chris, Elaine und Seisa zieht es uns allerdings weiter. Wir haben nicht mehr viel Zeit in Australien und wollen in die nur 60 km von Sydney entfernten Blue Mountains fahren. Vorher aber wollen wir noch den Landy bei einem mit Chris befreundeten Automechaniker, der auf Allradfahrzeuge spezialisiert ist, checken lassen. In letzter Zeit ist das Gequitsche am linken hinteren Rad einfach zu lästig geworden. Könnte ein Radlager sein, oder sowas.  Gordon ist ein schon vor  20 Jahren nach Australien ausgewanderter Schotte. Daß er kein richtiger Aussie ist, merkt man sofort. Zum Ersten hat er seinen schottischen Akzent behalten und zum Zweiten macht er einen sehr zuverlässigen Eindruck. Er ist kein lockerer, ‘No worries, Mate’-Typ, sondern ernsthaft bemüht, gute Arbeit abzuliefern. Einen weiteren Pluspunkt gibt’s noch obendrein: er liebt Landrover Defender, hat selber einen und denkt, daß es kein besseres Auto auf der Welt gibt. Na, das hört man gerne.

Es stellt sich heraus, daß das Rad in Ordnung ist, nur die Bremsbeläge müssen dringend gewechselt werden. Er will es gleich machen und wir sollen in 2 Stunden wieder kommen. Wir sind gerade auf dem Weg, etwas zu Essen zu suchen, als er uns anruft und wir zurück müssen. Beim Hochheben des Landys hat er einige Dinge gefunden, die nicht o.k. sind. Ein Gelenk an der Lenkung ist ausgeschlagen und zwar so sehr, daß wir es beinahe verloren hätten. Sämtliche Gummilager an der Vorder- und Hinterachsaufhängung sind total verschlissen und müssen ebenfalls ausgetauscht werden.. Das also ist das Geklappere, das uns schon seit Wochen auf die Nerven geht und auch die Lenkung hatte Spiel. Da die Landrover-Werkstatt in Darwin aber nichts gefunden hatte, haben wir uns weniger Sorgen gemacht. Da sieht man wieder den typischen Aussie: ‘no worries’ aber keine Ahnung. Alles locker vom Hocker und nichts wird richtig gemacht. Das ist also nun das Ergebnis, dieser beschissenen ‘Straßen’ im Outback. Wellblech mag unser Landy einfach nicht. Offroad geht er durch dick und dünn aber Gerüttel und Geschüttel mag er einfach nicht. Wir übrigens auch nicht.  

Auf jeden Fall wird das eine große und auch teure Reparatur. Gordon muß die Teile bestellen und wir machen einen Termin für Freitag aus. Da Gordon Freitag und Samstag (ja, ein Schotte arbeitet Samstags) für die Reparatur benötigt, rufen wir Chris an und fragen, ob wir nochmal bei ihm logieren können. Ja, wir können. Das ist super, denn unser Schlafzimmer ist ja in der Werkstatt. Am Nachmittag holen wir den Landy mit neuen Bremsbelägen ab. Alles hat länger gedauert, weil die Bolzen total verrostet waren und Gordon sie herausbohren mußte. Wir verabschieden uns von ihm und bitten ihn, daß er auch noch einen Motorölwechsel für Freitag einplanen soll. Er meint, wir sollen vorsichtig fahren: nicht daß wir unterwegs das Gelenk an der Lenkung verlieren und das Fahrzeug nicht mehr steuern können....    

Mit einem etwas unguten Gefühl fahren wir noch am Abend in die Blue Mountains. Es sieht ganz so aus, als ob der November ein teurer Monat werden wird...

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