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Nach 2 Tagen Fahrt kommen wir am Nachmittag des 2. November in Salt Lake City an. Rose Mary, David und ich quartieren uns im hiesigen KOA RV-Park ein und warten auf Steffen’s Anruf. Er hat verprochen anzurufen, sobald er in die USA in Atlanta eingereist ist, bzw. reingelassen wurde. Irgendwann klingelt dann das Telefon und die erleichternde Nachricht heißt: ‘ich bin drin!’ Gott sei Dank! Da Steffen aber erst kurz vor Mitternacht in Salt Lake City ankommen wird, haben wir noch einiges an Zeit. Rose Mary und David’s ‘Arctic Fox’-Kabine ist sehr geräumig und wir überbrücken die Wartezeit mit Kaffee trinken und ‘computern’.  Eine halbe Stunde vor Mitternacht mache ich mich mit dem Landy auf die kurze Fahrt zum Flughafen. Steffen’s Flug hat zwar Verspätung, schließlich kommt er aber doch die Rolltreppe herunter. Ich freue mich wahnsinnig, Ihn wiederzusehen und er sich offensichtlich auch. Wir haben uns sehr vermißt und wie er (Steffen) meint, auch den Landy. Er freut sich sogar, wieder im engen und -im Vergleich zu einem richtigen Bett- unbequemen Landy zu schlafen.

Am nächsten Morgen ist das Hallo groß, denn auch Rose Mary und David freuen sich sehr, Steffen wiederzusehen (und anders herum auch). Nach gemeinsamem Frühstück im ‘Arctic Fox’ geht’s nun zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Da wir total aus dem Reiserhythmus sind, haben wir keine so richtige Idee. Vor der ‘Zwangspause’ gab’ es viel zu tun, aber jetzt scheint irgendwie alles nicht mehr wichtig. Der Herbst ist fast überall schon vorbei und so macht es keinen Sinn, einige der Plätze überhaupt noch anzufahren. Aber was solls: Hauptsache, Steffen ist wieder da und wir sind wieder zusammen. Wie die Reise weitergehen soll? Vielleicht in den Zion Nationalpark? Anfang November soll’s da noch ganz schön sein und es wäre in einer guten Tagesreise zu erreichen. Eigentlich hatten wir ursprünglich vor, zur ‘Subway’ einer atemberaubenden Felsröhre mit Wasserlöchern und Kaskaden zu wandern. Das ist aber eine sehr anstrengende und lange Wanderung und dazu fühlen wir uns sowohl körperlich als auch mental im Moment nicht in der Lage. Zu lange haben wir uns nicht mehr körperlich betätigt und irgendwie haben wir keinen Antrieb, die ganze Organisation eines solchen Trips in Angriff zu nehmen. An der Subway ist nämlich ein limitiertes Permitsystem ähnlich der ‘Wave’ in Kraft. Aber der Zion ist auch sonst schön und jetzt im November darf man mit dem eigenen Auto sogar selbst in den Canyon reinfahren, was im Frühjahr und Sommer nur per Shuttlebus möglich ist.  

Im Zion angekommen, quartieren wir uns auf dem hiesigen Campingplatz am Watchman ein. Wir teilen einen Platz mit Rose Mary und David und können uns so die Kosten teilen. Die Herbstfarben sind klasse! Hautpsächlich Cottonwoods sind herrlich golden verfärbt und säumen den Virgin River malerisch. Weil es so schön ist und das Wetter für die nächsten 3 Tage gut bleiben soll, entscheiden wir noch länger zu bleiben. Obwohl bei Nacht sehr windig, ist es tagsüber sehr angenehm warm und wir genießen das schöne Wetter.

Mit dem Fotografieren tun wir uns jedoch noch ein bißchen schwer - irgendwie komen wir einfach nicht mehr in den Rhythmus rein. Das wird sich aber hoffenlich wieder geben, oder? Wir raffen uns jedoch trotzdem auf und können einige schöne Bilder, vor allem vom golden umsäumten Virgin River machen.

Nach 3 Tagen Zion beschließen wir, uns für ein, zwei Tage zu trennen. Rose Mary und David wollen zum Bryce Canyon, während wir ein paar Plätze in der Nähe von Kanab aufsuchen wollen. Auf dem Weg nach Kanab fahren wir durch die fabelhaft verwirbelte Ceckerboard Mesa und und verlassen den Zion nach einem kurzen Fotostopp über seinen Ostein/ausgang.

Im Escalante besuchen wir nun endlich auch einmal die Toadstool Hoodoos, irgendwie hat es im Frühjahr nie reingepasst. Rote und weiße Hoodoos, zum Teil von sehr beeindruckender Größe, sind dort zu bewundern und zu fotografieren.

Dreimal dürft Ihr raten, wer der dünne und wer der dicke Schatten ist? Warum Steffen da so komisch hinter seiner Kamera herumsteht? Seht selbst

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Hoodoo's evening from Steffen Sailer on Vimeo.

Da wir uns am nächsten Abend wieder mit Rose Mary und David in Kanab treffen wollen, beschließen wir, dem Coral Pink Sand Dunes State Park, der nur wenige Meilen von Kanab entfernt liegt, einen Besuch abzustatten. Leider ist das Wetter jedoch nicht besonders und dunkle Wolken versammeln sich am Himmel, genau dort wo die Sonne untergehen soll. Sch....  das gibt kein schönes Abendlicht. Trotzdem fahren wir hin, um uns das alles mal anzusehen. Leider stellt sich dieser Ort als sehr enttäuschend heraus. Nicht wegen der Natur selbst; die Dünen sind sagenhaft, aber....überall sind Fahrspuren zu sehen. Ich traue wirklich meinen Augen nicht. Auf sprichtwörtlich jeder Düne sind zahlreiche ATV-Fahrspuren zu sehen. Ich rege mich unsagbar auf: diese blöden ATV’s sind wirklich eine Landplage und verschandeln, überall wo sie erlaubt sind -und das ist fast überall-  die Landschaft. Daß es aber in einem State Park erlaubt ist kann ich einfach nicht glauben - was ist denn das für eine Naturschutzpolitik? Statepark = Vergnügungspark - auf Kosten der Natur? Ich mache sage und schreibe ein Bild, bei dem es mir gelingt, zumindest im Vordergrund die Fahrspuren zu eliminieren. Ich bin so ärgerlich, daß ich wirklich drauf und dran bin, den Ranger zur Rede zu stellen und mein Geld zurück zu verlangen. Während des Rückwegs zum Auto wird mir aber doch klar, daß das absolut nichts bringt...außer Ärger. Enttäuscht ziehen wir also ab und trösten uns mit der Tatsache, daß das Wetter sowieso nicht mitgemacht hätte. Das ausgegebene Eintrittsgeld ärgert mich aber schon...

Am Abend treffen wir uns wieder mit David und Rose Mary, die zwei schöne Tage im Bryce hatten. Wir beschließen, uns am nächsten Tag abermals zu trennen, da wir versuchen wollen, nochmals ein Permit für die ‘Wave’ zu bekommen und Rose Mary und David wollen um Page herum fotografieren und filmen. Bald starten wir am Morgen, um rechtzeitig zur Verlosung in der Paria Contact Station zu sein. Es sind mehr Leute als wir gedacht haben, aber sehr viel weniger als im Frühjahr. 26 Leute bewerben sich an diesem Morgen um 10 Permits - mit etwas Glück machbar. Gegen Ende der Verlosung ist noch ein Permit zu vergeben - und was denkt ihr, wer gezogen wird? Natürlich wir! Was jetzt tun? Es ist nur ein Platz frei, wir sind aber zu zweit. Kurzentschlossen sage ich zu - muß ich halt alleine zur Wave, was soll’s. Mit dem GPS ist der Weg idiotensicher und ich war ja schon mal da. Insgeheim ist Steffen -glaube ich zumindest- ganz froh, daß er die 10 km nicht mitwandern muß, sondern es sich im Landy bequem machen kann... Später am Tag machen wir uns auf dem Weg zum Wire Pass Trailhead und verbringen die Nacht wieder dort, genauso wie wir es auch im Frühjahr gemacht haben.

Am Morgen starte ich noch vor Sonnenaufgang.  Auf dem Weg zur Wave stoppe ich immer wieder um Bilder zu machen.

An der Wave selbst komme ich dank meiner vielen Abschweifungen auf dem Weg dorthin etwas zu spät an. Um diese Jahreszeit ist schon um 11.30 Uhr ein sichtbarer Schatten in der Wave, während es im Frühjahr um diese Zeit erst richtig gut wird. Gott sei Dank haben wir die eigentlichen Wave-Bilder schon im Frühjahr gemacht, so daß es mich nicht allzu sehr ärgert. Außerdem gibt es um die Wave herum auch noch einiges mehr zu sehen, vor allem auch die ‘Second Wave’, mit deren Bilder ich im Frühjahr nicht so sehr zufrieden war. Der Lichteinfall ist einfach erst im Herbst/Winter so richtig gut - dann verschwindet nämlich alles Nebensächliche im Schatten... 

Wieder einmal bin ich erstaunt, wie wenig Leute hier sind. Sicher, es werden nur 20 Permits pro Tag vergeben, aber ich habe während der ganzen Zeit nicht mehr als 12 Leute (inklusive mir) an der Wave gesehen. Im Frühjahr war es genauso. Wo sind denn die Leute? Man sollte meinen, daß einer seine Permit auch benutzt, wenn er sie sich so schwer im Lotteriesystem erkämpft hat, oder? Im Frühjahr sind wir mindestens 5 Stunden an der Wave gewesen und haben höchstens 15 Leute, inklusive uns, gesehen. Selbst wenn nicht alle Permitinhaber Fotografen sind - irgendwann in dieser Zeitpanne sollten sie doch mal an der Wave auftauchen, oder? Sind das etwa Leute, die die Permit online ergattert haben und dann gar nicht kommen - aus welchen Gründen auch immer? Das wäre wirklich schade, denn an der Paria Contact Station schlagen sich die Leute alltäglich praktisch um die Permits....

Eigentlich wollte ich auch noch auf den ‘Top Rock’ hinauf, um die dortigen Felsformationen und Arches abzulichten. Leider habe ich keinen Weg gefunden, der mir -schließlich bin ich komplett alleine- sicher genug erschien, das fast senkrecht aufsteigende Plateau zu erklimmen. Raufkommen ist eine Sache, aber wieder runter eine ganz andere.... Müssen wir halt nochmal wiederkommen...

Ursprünglich hatten wir uns auch noch vorgenommen, zu den Coyote Buttes South zu fahren. Permits sind dafür ja ziemlich leicht zu bekommen, weil wegen der schweren Zugänglichkeit nicht viele Leute dort hin wollen/können. Es geht durch tiefen Sand und einige schwierige Stellen, die nicht von allen Allradfahrzeugen zu bewältigen sind. Für den Landy wäre es wahrscheinlich kein Problem gewesen, doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Ab morgen ist Regen angesagt und dann sind die Straßen im Escalante unpassierbar - ganz zu Schweigen davon, daß das schöne Fotolicht fehlt... Deshalb fahren wir nach Page, um uns dort wieder mit Rose Mary und David zu treffen... Wir freuen uns schon die beiden wiederzusehen!

In Page sind wir wieder auf dem gleichen RV-Park, wo wir auch schon im Frühjahr mehrmals einquartiert waren. Wir dürfen sogar kostenlos zusammen mit David und Rose Mary auf einem Platz stehen - klasse! Da das Wetter für mehrere Tage regnerisch vorhergesagt ist, nisten wir uns für ein paar Tage dort ein. Wir verbringen die Zeit mit duschen, Wäsche waschen, am Rechner arbeiten und essen.  Im ‘Artic Fox’ ist es so gemütlich, daß wir gar nicht mehr raus wollen...

Nach 6 Tagen Page verlassen wir das gemütliche Städtchen wieder, denn es ist Wetterbesserung angesagt. Es geht wieder über Kanab und vorbei am Bryce ins kleine Dörfchen Escalante, das an der Nordgrenze des National Monuments liegt. Von hier aus führt die Hole-in-the-Rock-Road tief in das Monument hinein und bietet eine Unmenge an Fotomöglichkeiten. Da wir diese Gegend jedoch schon im Frühjahr ausgiebig abgegrast haben, fahren wir nicht noch mal hinein. Es gäbe noch einige Dinge dort zu tun, doch diese würden mehr Vorbereitung erfordern. Außerdem ist es jetzt hier Mitte November schon so kalt (bis -8°C bei Nacht), daß wir uns einfach nicht zu einer schweren Tageswanderung mit Flußdurchquerungen überwinden können. In den Canyons ist das Wasser sowieso immer kalt und jetzt wird es bestimmt eisig sein, wenn nicht sogar teilweise gefrohren. 

Stattdessen fahren wir früh am nächsten Morgen zur Lower Calf Creek Falls Recreation Area und starten auf die 10 km lange Rundtour zu den bekannten Wasserfällen. An den Wasserfällen selbst ist es so kalt, daß Eiszapfen von den Felswänden hängen, brrr....

Später am Tag fahren wir ein Stück auf dem Burr Trail, der bei der kleinen Siedlung Boulder nach Osten abzweigt. Unterwegs sehen wir nette Hodoos, die aus weißem Bedrock ‘herauswachsen’. Bis zum Long Canyon kommen wir, dann ist die Sonne bereits am Horizont versunken und wir drehen um. Am nächsten Tag geht’s weiter durch den Capitol Reef Nationalpark (auch hier ist keine Herbstfärbung mehr zu sehen) bis nach Hanksville und von dort zum Little White Horse Canyon, der nur wenige Meilen vom Goblin Valley State Park entfernt liegt. Nachfolgend ein Bild vom Burr Trail und David’s ‘Arctic Fox’ bei der Fahrt durch Capitol Reef:

Der Little White Horse Canyon ist einer der spektakulärsten Slot Canyons, den wir bisher gesehen haben. Der sagenhafte Antelope Canyon bei Page ist in Sachen Schönheit immernoch unsere Nummer 1, den Little White Horse finden wir jedoch toll, weil er sich von den ‘üblichen’ überlaufenen Slot Canyons sehr unterscheidet. Er ist sehr abwechslungsreich mit weiten und sehr engen Stellen und hat wunderbare ‘wellenförmige’ Felsstrukturen in einem Bereich, der allerdings relativ tief im Canyon liegt. Zu guter Letzt ist er auch noch sehr gut zugänglich und trotzdem wenig besucht. Während der 5 Stunden, die wir ‘drin’ waren haben wir keine weitere Menschenseele getroffen. Hier ein paar Bilder aus dem Canyon und von den Fotografen in Aktion:     

Der Canyon hält uns so in seinem Bann, daß wir die Zeit komplett vergessen. Als wir wieder am Parkplatz sind, sind David und Rose Mary schon da und warten auf uns. Jetzt müssen wir uns sputen, sonst kommen wir zu spät für den Sonnenuntergang im Goblin Valley... In rasantem Tempo bringen wir die 5 Meilen hinter uns, doch leider verpassen wir die letzten Sonnenstrahlen vom Aussichtspunkt in das Basin. Sch.... Wir haben uns nämlich unterwegs wieder von einer anderen Felsformation ablenken lassen, während Rose Mary und David sich klugerweise auf das Wesentliche konzentriert haben und direkt zum Aussichtspunkt gefahren sind. Wir ärgern uns, doch hoffen, daß wir am Morgen auch schöne Aufnahmen bekommen. Während wir uns auf dem hiesigen State Park Campground einquartieren, damit wir bei Sonnenaufgang gleich wieder vorort sind, wollen Rose Mary und David weiter zu einem RV Park fahren. Die Nächte sind wirklich eisig und ihre Heizung braucht zuviel Strom, um ohne Anschluss stehen zu können. Für unsere Dieselheizung ist das kein Problem. Spätestens seit dem wir 2 Batterien für den Innenraum haben (insgesamt also 3), heizt sie locker eine Nacht durch ohne uns in Probleme zu bringen. Der Dieselverbrauch ist so gering, daß wir es an der Tankuhr nicht einmal sehen können. Nach einem leckeren Abendessen im ‘Artic Fox’ verabschieden wir uns von den beiden und verabreden uns auf 2 Tage später in Moab.

Nach einer sternenklaren, sehr kalten Nacht heißt das Thema nochmals Goblins. Zu dieser Jahreszeit, ist das Goblin Valley jedoch eine Abendlocation, so daß wir mit unseren Aufnahmen am Morgen nicht zufrieden sind. Wir beschließen deshalb, nochmals bis zum Sonnenuntergang zu bleiben und die Nacht auf dem Parkplatz des Little White Horse Canyon zu verbringen. Hier einige Eindrücke aus dem Tal der Goblins, in dem wahrhaft wundersam geformte Figuren zu finden sind...

Am nächsten Morgen machen wir uns auf nach Moab um uns wieder mit Rose Mary und David zu treffen, die sich zwischenzeitlich die Nationalparke Canyonlands und Arches ansehen wollen. Wir haben beide schon ausgiebig beackert und sind deshalb nicht so besonders interessiert. Da das Wetter jedoch hervorragend ist, machen wir noch eine Abendtour in den Arches NP und erwischen die ‘Windows-Section’ des Parks im letzten Abendlicht mit den schneebedecken La Sal Mountains im Hintergrund. 

Steffen nutzt die Nacht und macht eine Timelapse (Zeitraffer) vom Sternenhimmel und Delicate Arch. Hier das Ergebnis:

 

Delicate Arch Timelapse from Steffen Sailer on Vimeo.

Auf dem weiteren Weg Richtung Süden passieren wir auch die ‘Needles-Section’ des Canyonlands Nationalparks. In dieser Region waren wir noch nicht, da im Frühjahr das Wetter mehr als miserabel war (sehr wechselhaft). Um diese Sektion des Parks zufriedentellend zu erkunden, muß man jedoch mehrere Tage investieren. Viel Wandern und Offroad-Fahren ist angesagt und dazu haben wir keine Zeit mehr, denn wir wollen nun schnurstracks nach New Mexico ins Bosque del Apache Wildlife Refuge um das alljährliche Sammeln der Kanadakraniche und Schneegänse zu fotografieren und zu filmen.

Auf dem Weg dahin machen wir jedoch einen kurzen Abstecher zum ‘Newpaper Rock’, einer der bekanntesten indianischen Felsmalereien im ganzen Südwesten. Auf den ersten Blick etwa verwirrend, kristallisieren sich beim näheren Hinschauen vor allem Jagdszenen heraus. Seht selbst:

Während wir fotografieren, taucht noch eine Familie mit zwei vielleicht 10-jährigen Jungs auf. Von einem der beiden wird die Frage gestellt: ‘Cool - and what’s this all about?’ Gute Frage, nächste Frage....

Auf unserem weiteren Weg Richtung Südosten legen wir einen Zwischenstop im Farmington/New Mexico ein. Wir verbringen dort die Nacht und machen uns auf den Weg, eine relativ unbekannte Wilderness Area in der Nähe der Bisti Badlands (siehe unseren Februar-Bericht) zu erkunden. Während Rose Mary und David die Bistis anschauen wollen, machen wir uns auf den Weg nach Ah-shi-sle-pah, wo Lehmformationen ähnlich der Bistis, jedoch viel bunter gefärbt, zu sehen sein sollen. Die Anfahrt über Holperpisten ist problemlos und was wir dort sehen, begeistert uns maßlos. Unglaublich viele Hoodoos aller Farben und Formen sind zu finden und der kurze Zeitbereich des schönen wamen Morgen- und Abendlichts ist viel zu kurz um alles Gesehene abzulichten. Um das Ganze noch zu toppen, beschenkt uns die Natur noch mit einem unglaublich farbenfrohen Sonnenuntergang, der die zwischenzeitlich aufgezogenen Wolken in sämtlichen Rot und Rosatönen aufleuchten läßt.

Hätten wir uns nicht mit Rose Mary und David für den nächsten Tag in Albuquerque verarbredet, wären wir vielleicht noch einen Tag hier geblieben. Aber auch so ist es o.k., denn auch wir wollen endlich ins Winterquartier der Zugvögel. Außerdem soll es in der Gegend um Socorro deutlich wärmer sein. Also nichts wie los nach Süden....

Nachdem wir in Albuquerque nochmals Proviant für die nächsten Tage eingekauft haben, machen wir uns auf den Weg nach ‘Bosque’. Da wir im Februar schon mal hier waren, wissen wir was uns erwartet und freuen uns auch schon ein bißchen auf die urigen Inhaber des örtlichen RV Parks, der strategisch sehr günstig direkt am Wildlife Refuge gelegen ist. Der Park wird von Jackie (83 Jahre) und ihrem unverheirateten Sohn (62 Jahre) geführt. Beide sind sehr gesprächig und, befindet man sich erstmal ihn deren Fängen, kommt man nicht so schnell wieder los. So herrscht hier eine gemütliche Atmosphäre, wenn der Park auch nur einfache und begrenzten Dusch- und Waschräume und kein WIFI hat. Dafür aber haben wir Strom und den benötigen wir dringend, denn die Nächte werden wohl auch hier frostig werden. Die nächsten 10 Tage und somit auch den Rest des Novembers  verbringen wir hier und fotografieren und filmen Kraniche, Schneegänse und was hier noch so den Winter verbringt. Ein nochmaliges Hoch auf die Standheizung, denn auch tagsüber wird’s so frisch, daß wir ohne Heizung erbärmlich gefroren hätten...

Ein Video von Steffen folgt später und wird separat auf der Startseite angekündigt. Also, immer mal wieder reinschauen lohnt sich!

               

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