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Unsere letzten Tage in den USA sind nun gezählt. Wir erleben relativ warme Tage (bis 25 Grad) in Anza Borrego, bei Nacht wird es aber immer noch bitter kalt. Deshalb behalten wir unser Motto bei: geschlafen wird im Auto auf den relativ bequemen Sitzen (ja man gewöhnt sich auch an das) und wenn es zu kalt wird, werfen wir den Motor an (was ca. 2-3 mal pro Nacht vorkommt) und gekocht und rumgelümmelt wird tagsüber im Zelt. Oft nutzen wir den Strom und kostenlosen WIFI Anschluß der örtlichen Bibliothek und ab und zu gönnen wir uns mal ein Brathähnchen vom Supermarkt.

Weil es nun doch schon um einiges grüner geworden ist, wandern wir nochmals in den Palm Canyon um vielleicht nochmals Dickhornschafe zu sehen. Leider lassen sie sich nicht blicken aber wir sehen, daß schon überall das Grün sprießt. Auch die Ocotillos haben nun ein grünes Kleid angelegt. Noch 2 Monate und die Wildblumen werden wieder toll blühen....nur sind wir dann (leider) nicht mehr da.

Dem Flug nach Chile sehen wir mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits freuen wir uns auf das Neue, andererseits kommt wieder viel Unbekanntes auf uns zu. Wird das mit der Fliegerei klappen? Immerhin müssen wir 2 x umsteigen (in San Salvador/El Salvador und Lima/Peru). Kommt das Gepäck an? Wie ist die Unterkunft? Klappt alles mit dem Landy? Unser Spanisch ist ziemlich schlecht - verstehen die uns oder verstehen wir die? Spricht jemand Englisch? All das sind Fragen, die uns am Abflugmorgen ziemlich beschäftigen. Geschlafen haben wir in der Nacht nicht viel, obwohl wir uns ein Zimmer in der komfortablen Travellodge am Flughafen LAX geleistet haben. Wir sind einfach zu aufgeregt....

Doch die Fliegerei klappt wie am Schnürchen und so kommen wir am 10. Januar um 5.30 Uhr MORGENS in Iquique in Chile an.  Ein Taxifahrer bringt uns zum Hostal, das auf uns auf den ersten Blick mehr als runtergekommen wirkt. Wir schlucken erstmal, betreten die ‘Bude’ dann aber doch. Wir müssen schlafen, sind hundemüde. Immerhin waren wir 24 Stunden unterwegs... Die Rezeption ist um die Zeit zwar besetzt, doch von einer Reservierung weiß keiner etwas und der Typ spricht nur Spanisch, was dazu führt, daß wir uns absolut nicht verständigen können. Wir kommen jedoch irgendwie zu der Vereinbarung, daß er uns erstmal in einem 6-Bett-Zimmer unterbringt, bis die Chefin dann später auftaucht. Sie soll Englisch sprechen. Jede Menge Lärm weckt uns um 9.00 Uhr wieder und wir hoffen nun etwas mehr wegen unseres Doppelzimmers in Erfahrung zu bringen. Isabel, die Chefin, taucht dann aber erst um ca. 14.00 Uhr auf und wir sind sehr erstaunt als sie sehr gut Englisch und sogar Deutsch spricht. Sie war, erzählt sie uns, vor 10 Jahren für 1 Jahr in Deutschland beim Schüleraustausch... Isabel ist sehr nett und nimmt sich unserer Sache gleich an. Schließlich können wir nach einiger Zeit unser kleines aber sauberes Doppelzimmer beziehen. Von innen ist das Hostal La Casona 1920 ganz gemütlich; es hat eine gut ausgestattete Küche wo wir selbst kochen können und vor allem eine gute WIFI Verbindung. So können wir es hier aushalten und auf unseren Landy warten...

Ca. eine Woche verbringen wir mit Computerarbeiten. Obwohl Iquique am Meer liegt und es jeden Tag warm und sonnig ist (es regnet nur alle 14 Jahre mal sagt Isabel) haben wir keine Lust dazu. Jetzt ist Hautpsaison in Chile und überall der Teufel los. Außerdem gefällt es uns im Hostal und so arbeiten wir am Computer oder recherchieren Dinge, die für unsere weitere Reise wichtig sind. Außer Isabel spricht das Hostalpersonal kein Englisch und wir merken, daß wir riesige Probleme mit der Sprache haben. Da ich zuvor fleißig gelernt habe (mit Buch) dachte ich eigentlich, daß ich mich verständigen kann. Nun merke ich aber, daß ich überhaupt gar nichts verstehe und das Sprechen fällt mir schwer, weil ich Angst habe, die Antwort nicht zu verstehen. Von anderen Reisenden im Hostal (meist Backpacker) erfahren wir, daß das chilenische Spanisch wohl das schlampigste von allen sein muß - kein Wunder also, daß ich gar nichts verstehe. Es ist alles viel zu schnell und die Worte werden gar nicht zu Ende gesprochen. Na, das kann ja heiter werden - hoffentlich spricht beim Zoll und am Hafen jemand Englisch.....

Daß dem nicht so ist, müssen wir bald bemerken. In unserer zweiten Woche in Iquique organisieren wir dann erstmal eine obligatorische Pflichtversicherung für das Auto. Der Versicherungsagent, der uns empfohlen wurde ist nicht aufzufinden und so versuchen wir es auf eigene Faust. Mit Händen und Füßen klappt es dann auch - wir haben den wichtigen Zettel in Händen. Fahren dürfen wir nun also schon mal, fehlt ‘nur’ noch der fahrbare Untersatz. Die zur Auslösung des Landys notwenigen Papiere erhalten wir, nach Bezahlung von 200 EUR (wofür wissen wir bis heute noch nicht), vom Agenten in Santiago. Der Mensch dort spricht ein bißchen Englisch und empfiehlt uns einen Agenten vor Ort in Iquique, der aber wieder nur Spanisch kann. Da selbst der Agent in Santiago nicht weiß, daß wir das Auto nur temporär einführen wollen und keine Ahnung vom notwendigen Prozedere hat, haben wir auch kein großes Vertrauen in den ansässigen Agenten. Kurzerhand beschließen wir, alles wieder selbst in die Hand zu nehmen...eine gute Entscheidung? Nun, es kostet uns sehr viele Nerven und wir müssen zu vielen verschiedenen Ämtern und offiziellen Stellen, um die notwendigen Papiere zu bekommen. Weitergeholfen haben uns immer nette Leute, die wenigstens ein bißchen Englisch gesprochen haben. In jeder offiziellen Stelle gibt es zumindest eine Person, die soviel Englisch spricht, daß wir uns verständigen können. Auch Isabel vom La Casona hilft uns sehr: mit nützlichen Informationen und auch Übersetzungsdiensten ist sie immer bereit uns auszuhelfen. Und so kommt es, daß wir schon einen Tag, nachdem das Schiff in Iquique angelegt hat, unseren Landy wieder haben!  Alles ist dran und drin und er sieht unbeschädigt aus. Wir sind total geschafft und mit den Nerven am Ende. Aber wir haben den Landy.

WER GENAUERE DETAILS UEBER DAS PROZEDERE IN IQUIQUE WISSEN WILL, KONTAKTIERE UNS BITTE DIREKT PER E-MAIL. Viele Leute, die unsere Reiseberichte nur ‘just for fun’ lesen, interessiert das bestimmt nicht, oder? Das Prozedere ist kompliziert aber machbar, wenn man weiß wo man hin muß (was bei uns leider nicht der Fall war). Das gute in Iquique ist, daß wirklich alles nahe beieinander ist und man alles zu Fuß erledigen kann.

Beinahe wehmütig verbringen wir die letzte Nacht im mittlerweile lieb gewonnenen La Casona. Den Landy haben wir dank Isabels Vermittlungskünsten sicher bei einem Nachbarn untergestellt - unbewacht auf der Straße ist einfach zu unsicher. Nachdem wir am nächsten Morgen alles verstaut und Vorräte eingekauft haben, gibt’s noch eine Fotosession mit uns, Isabel, dem supernetten Hostalpersonal und dem Landy vor dem La Casona, bevor wir uns auf die Reise begeben. Beschwingt verlassen wir Iquique und freuen uns auf das Neue...bis wir durch die öde, von Müll übersäte Atacama Wüste fahren. Was für eine Enttäuschung! Wir wußten ja, daß die Atacama die trockenste Wüste der Welt ist (und wir haben nun schon viele Wüsten gesehen) aber eine solche Trostlosigkeit? Kein Bäumchen, kein Sträuchchen, kein Gräschen - nur überall Müll.     

Total unverhofft stoßen wir dann nach ca. 2 Stunden Fahrzeit auf einen lockeren Wald aus unverwüstlichen Tamaruga-Bäumen (ähnlich den Akazien in Afrika), die im Reserva Nacional Pampa del Tamarugal geschützt sind. Dieser Wald bedeckte einst tausende von Quadratkilometern, bevor die Rodung für die Minen ihn fast vollständig zerstört haben. Der Park hat auch einen (sehr einfachen) aber sehr nett zurecht gemachten Campingplatz, wo wir uns gleich wohl fühlen. Irgendwie kommen wir uns wie in Afrika vor - ja, die Bäume verbreiten sogar einen Geruch wie in Afrika. Wir verbringen eine ruhige Nacht im Dachzelt und füllen am Morgen unsere Wassertanks auf - das ist eigentlich der Hauptgrund, weshalb wir einen Campingplatz aufgesucht haben. Nach einem Frühstück unter Tamaruga-Bäumen machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Calama und im weiteren Verlauf San Pedro de Atacama.

Von San Pedro haben wir schon viel gehört, vieles davon Schlechtes. Es sei viel zu teuer und überlaufen, Touristen würden abgezockt. Mal sehen, ob das so stimmt. Am Nachmittag kommen wir nach langweiliger Fahrt durch vegetationslose Wüste in San Pedro an. Wir machen uns gleich auf den Weg ins bekannte Valle de la Luna (Mondtal). Die ‘Vertouristisierung’ dieser abgelegenen Gegend bekommen wir gleich zu spüren: 2000 Pesos (ca. 3 EUR) Eintritt pro Nase. Wir schlucken erstmal, denn eigentlich wollten wir dort übernachten, wie viele Overlander zuvor auch. Das geht leider nicht, sagt uns der nette Ticketverkäufer, aber außerhalb beim neuen Visitorcenter wäre es möglich. Wir ärgern uns zwar kurz, doch machen uns weiter auf den Weg ins Mondtal. Hier passiert es uns dann zum ersten Mal, daß wir uns sagen: uns was ist das nun? Wir sind enttäucht, hatten doch viel mehr erwartet.... Nun, wenn man bedenkt, wie unspektakulär es überall drumherum ist, ist das Valle de La Luna sicherlich toll, aber leider nicht, wenn man zuvor monatelang im Südwesten der USA gewesen ist und all die atemberaubenden Felsformationen und Naturattraktionen gesehen hat - alle paar Kilometer neue interessante Dinge... Wir können jedem der eine solche Reise machen nöchte nur raten: fangt in Südamerika an - Ihr werdet sonst alles weitere mit den sagenhaften Naturschönheiten in den USA oder auch Kanada vergleichen. Man kann die Amis mögen oder nicht, aber ihre Natur ist absolut einzigartig - zumindest aus naturfotografischer Sicht gesehen. Nirgendwo sonst reiht sich Naturwunder an Naturwunder.

Tja, wir wissen nicht so recht, was wir am Abend fotografieren sollen. Es gibt einige interessante Fels- oder Lehmformationen, die wir bei sturmartigem Wind versuchen aufzunehmen. Eine Stunde vor Sonnenuntergang rollen dann Unmengen von Tourenveranstaltern mit Bussen voller Leute an, die alle auf die große Düne steigen. Das haben wir auch überlegt, doch schien uns der Platz fürs letzte Licht nicht geeignet. Das ganze Tal wird im Schatten liegen und nur Vorder- und Hintergrund beleuchtet sein. Nach einigem Überlegen positionieren wir uns dann am Fuße der Düne und fotografieren, bis der Platz im Schatten ist, und beginnen wieder, als die Sonne ganz untergegangen ist. Glücklicherweise ist fast Volllmond und kurz nach Sonnenuntergang geht der Mond über den Bergen auf. Einige Wolken verfärben sich noch rot und zaubern eine fantastische Stimmung.

Es ist schon Nacht, als wir am Parkplatz des sehr schönen und sehr neuen Visitorcenters einrollen. Jetzt wissen wir auch, wo unser Geld hingeht. Wir parken dort und verbringen die Nacht im Landy, denn es heult immernoch ein starker Wind um das Auto.

Unser nächstes Ziel in der Gegend von San Pedro soll die Laguna Chaxa, die mitten im Salar de Atacama - der größten Salzpfanne Chiles - liegt, sein. Ca. 60 km fahren wir, bis wir schließlich dort ankommen und...schon wieder vor einem Kassenhäuschen stehen. Obwohl die Laguna, wie das Valle de La Luna auch, zum Reserva Nacional Los Flamencos gehört, heißt es hier extra zahlen: 1500 Pesos pro Nase (etwas über 2 EUR). Im Gegensatz zum Mondtal, ist die Laguna jedoch ihr Geld wert. Inmitten von Salzablagerungen liegt die Laguna Chaxa, in der früh am Morgen Flamingos auf Nahrungssuche sind. Ist man der Erste, kann man sie aus relativer Nähe sehen, wenn dann jedoch die Menschenmassen einströmen ziehen sie sich zurück. In der Laguna kommen 3 verschiedene Flamingoarten (James’ Flamingo, Andenflamigo, und Chilenischer Flamingo) sowie weitere Watvögel wie Bairds Sandregenpfeiffer und Andensäbelschnäbler vor. Früh am Morgen bietet sich ein traumhafter Anblick der schönen Vögel in der blauen Laguna vor Vulkanen an. Auch abends ist es schön, doch sieht man die Vögel dann meist nicht aus der Nähe. Nachfolgend könnt ihr einige Bilder von der Laguna Chaxa und dem umgebenden Salar sehen. Allerdings sind 3 Besuche der Lagune nötig, um diese Bilder zu bekommen. Natürlich muessen wir jedes Mal extra zahlen...., dafür übernachten wir kostenlos in den Büschen (soweit vorhanden).

Wir überlegen kurz, ob wir als nächstes zur Laguna Miscanti fahren sollen, aber obwohl das auch im Reserva Nacional Los Flamencos liegt, muß auch hier wieder extra gezahlt werden. Wir entschließen uns deshalb dagegen.

Als nächstes Ziel stehen die Geysire von El Tatio auf dem Programm. Das Geysirfeld liegt auf ca. 4300 m über dem Meer wo die Luft also schon sehr dünn ist (San Pedro liegt zum Vergleich nur auf 2300 m). Der Eine oder Andere ist dort oben schon höhenkrank geworden und mußte wieder umkehren. Wir sind mal gespannt, wie es uns ergeht - und vor allem auch dem Landy. Wir wissen, daß die Anfahrt sehr ungemütlich sein soll. 70 km geht es über Stock und Stein, die Piste soll fürchterlich sein und außerdem schlecht ausgeschildert. Dem müssen wir jedoch widersprechen, zumindest in einem Punkt. Die Piste ist fürchterlich, das ist wahr, aber ausgeschildert ist sie super! Also, jeder der selbst hinfahren will - von der Orientierungsseite abolut kein Problem. Die ersten 20 km sind sehr gut auf einer Lehmpiste zu fahren. Anschließend muß der Rio Purifica durchquert werden, was für den Landy -natürlich- kein Problem darstellt. Entlang der Holperpiste sehen wir viele Vicunas, eine Wildform der Lamas, die jedoch nur auf Höhen über 4000 m vorkommt und auch einen Nandu (straußartiger Laufvogel). 

 

 

Je näher wir den Geysiren kommen, desto schlechter wird die ‘Straße’. Heftiges Waschbrett zieht sich über gute 20 km zum Ende der Strecke hin. Als wir am Eingang bei den Geysiren ankommen, müssen wir erstmal nachsehen, ob noch alles am Auto dran ist. Scheint alles o.k. zu sein. Auch schnurren tut der Landy noch, auch wenn er sich hier oben deutlich schwerer tut. Bei Anstiegen müssen wir schon mal auf die Untersetzung zurück greifen, sonst packt er es einfach nicht. Uns geht’s soweit ganz gut. Wir haben zwar ziemliches Kopfweh, aber Tabletten helfen dagegen. Gegen die dünne Luft hilft aber nichts - schon nach ein paar Schritten Gehen wird es uns schwindelig.  Eigentlich wollten wir direkt bei den Geysiren übernachten, wie das auch schon andere Reisende vor uns getan haben. Leider wird daraus jedoch nichts, denn auch hier müssen wir Eintritt zahlen. 5000 Pesos pro Nase (ca. 7 EUR)!  Davon haben wir aber in unserem Lonely Planet nichts gelesen! Wir sind geschockt, aber wollen nun auch nicht unverrichteter Dinge abfahren, da wir uns den ganzen langen Weg hochgequält haben (das wissen die genau, die Abzocker!)  Da wir auf keinen Fall für beide Tage zahlen wollen, fragen wir, ob wir wenigstens auf dem Parkplatz über Nacht parken können. Ja, das sei kein Problem. Da uns ziemlich schwummrig ist, beschließen wir uns gleich hinzulegen um am nächsten Morgen hoffentlich fitter zu sein. Da es hier oben nachts sehr kalt werden soll (auf jeden Fall weit unter Null), richten wir uns auf eine kalte Nacht ein.

Am nächsten Morgen stehen wir schon um 5.00 Uhr morgens auf, denn wir wollen unbedingt vor allen anderen bei den Geysiren sein. Wir wissen, daß zu Sonnenaufgang Unmengen von Tourbussen anreisen werden und die Geysire, die am Abend noch mutterseelenalleine daliegen, sich in einen Zirkus verwandeln. Die Nacht war sehr mild (nur ca. 5 Grad plus), da sich viele Wolken am Himmel befinden. Wir sind enttäuscht über das schlechte Wetter, trotzdem aber entschlossen, das Beste daraus zu machen. Schon eine Stunde vor Sonnenaufgang kommen die ersten Tourenveranstalter. Es ist noch stockduster und die Geysire sind überhaupt noch nicht zu sehen. Trotzdem werden es immer mehr Autos und bei Sonnenaufgang ist eine unvorstellbare Menschenmenge zusammen gekommen. Ein wahrer Zirkus! Tische werden aufgebaut, Fahrzeuge fahren überall herum, sogar zwischen den Geysiren. Dazu kommt noch, daß die Tourenveranstalter ihren Kunden ebenfalls erlauben, überall zwischen den Geysiren herumzulaufen, obwohl es eigentlich Wege gibt. Die benutzt nur keiner! Manche Leute stehen fast in die Geysire hinein und müssen auch noch testen, wie heiß das Wasser ist. Wieder schütteln wir einmal den Kopf über die Kopflosigkeit von vielen Touristen - wie kann man sich nur so aufführen! Die Geysire selbst sind jedoch beeindruckend! Später verziehen sich die Wolken genauso wie die anderen Touristen und ungefähr eine Stunde nach Sonnenaufgang sind wir fast alleine mit den Geysiren. Die Show ist aus!

 

 

 

 

     

Am späten Vormittag machen wir uns dann wieder auf den Rückweg nach San Pedro. Uns graust schon ganz gehörig vor der holperigen Rückfahrt. Unterwegs machen wir einen Stopp an einer wunderschönen grünen Lagune, die wie eine Oase in die trockene Wüste eingebettet ist. Wir sehen wieder Vicunas, auch Flamingos und andere Wasservögel. Bevor wir San Pedero jedoch verlassen, fahren wir noch einmal zur Laguna Chaxa. Die letzten Male hatten wir kein erstes Morgenlicht, weil immer Wolken vor der aufgehenden Sonne waren. Diesmal haben wir Glück und können schöne Bilder machen (siehe oben).

Auf der Rückfahrt von der Lagune wird noch schnell der Reifendruck wieder erhöht. Den hatten wir nämlich für die Holperfahrt nach El Tatio gesenkt - sonst wäre die ganze Sache wahrscheinlich nicht auszuhalten gewesen. Nach einer Woche sind wir froh San Pedro wieder zu verlassen. Die Sehenswürdigkeiten um die Oase herum sind beeindruckend, aber der Ort selbst ist uns sehr negativ in Erinnerung. Immer nur zahlen, zahlen, zahlen und alles ist total überteuert. Touristen werden abezockt und gemolken ohne Ende. Selbst eine Flasche Wasser kostet mehr als das Doppelte als anderswo. Außerdem sind die Leute ziemlich unfreundlich, und man könnte meinen, daß sie eigentlich gar keine Touris wollen. Das Geld aber schon?

Die nächsten Tage werden wir weiter Richtung Süden fahren. Dann ist aber schon Februar und was wir dort erleben, wird im nächsten Reisebericht zu lesen sein.

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